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Das Auge sehnt sich nach Schönheit. Es ist der gewaltige Begriff der Schönheit, der die Menschen und Philosophen seit der Antike fasziniert. Keiner hat es bisher geschafft, sie zu berechnen oder zweifelsfrei zu erklären ("Der schönste Affe ist häßlich, verglichen mit dem Menschengeschlecht", Platons Dialoge: Der größere Hippias). Neben Formen und Proportionen, die vermutlich aus Archetypen und frühkindlicher Prägung entstehen, ist Schönheit generell im kulturellen und epochalen Kontext zu sehen. Die abstrakten Grundregeln bleiben, aber etwa das Schönheitsempfinden des Barock ist nicht identisch zu dem unseren des 21. Jahrhunderts. Was wir unter Schönheit verstehen: Form follows Function. Im 20. Jahrhundert hat sich in Europa ein neuer Stil ohne Dekor entwickelt, der sich auf die Harmonie der Form konzentriert: die Moderne. Das Bauhaus in Dessau prägt bis heute diesen Stil des Minimalismus. In unserer Welt der Überkommunikation stellt er einen willkommenen und schönen Ruhepol für das menschliche Auge dar und ist noch dazu bestens dafür geeignet, komplexe Inhalte zu vermitteln. Daher ist dieser Stil auf dem "Schlachtfeld der Werbekommunikation" unsere Waffe der Wahl. |